der standard 7. juni 2001 energie-card
 

der Standard, Energie Spezial, 7. Juni 2001

Computerstrom einfach zusammenradeln

Steiermark ganz vorn bei Bewusstmachung der Schonung der Umwelt

Die steirische Landesausstellung "Energie", die bis 28. Oktober in Gleisdorf und Weiz läft, zeigt sich äßuerst publikumsnah: Der Besucher wird ganz simpel über seine individuelle Energiebilanz aufgeklärt. Die Experten auf diesem Gebiet heißen Petra Bußwald und Franz Niederl, haben ihre trendige Firma "akaryon" genannt und sich für die Ausstellung besondere Dinge einfallen lassen.
Aber wie kommt man zu seiner persönlichen Energiebilanz? Sie entsteht durch die Erhebung und Auswertung von Daten des individuellen Lebensstils, wobei man die Bereiche Haushalt, Mobilität, Konsum und Ernährung berücksichtigt. Der Energieberater stellt etwa Fragen wie: "Heizen Sie Ihre Wohnung mit Kohle? Essen Sie Tiefkühlware? Fahren Sie mit dem Auto in die Arbeit oder einkaufen?" Aus den Antworten lässt sich anhand laufend aktualisierter CO2-Faktoren eine individuelle CO2-Bilanz in Bezug auf die Klimarelevanz beziehungsweise den Treibhauseffekt erstellen.
Auch Anschlussfragen wie "Wie viele Tage könnte ich mich um meinen Jahresenergieverbrauch fönen oder rasieren?" oder "Wie oft könnte ich mit der Bahn von Weiz nach Gleisdorf fahren?" vermitteln Realität. Auf diese Weise wird dem Einzelnen ein Gefühl für die Energierelevanz alltäglicher Handlungen vermittelt.
Der Bezug zum Klimaschutz liegt im Anteil der verwendeten, nicht erneuerbaren Energie. Durch das Hereinholen der so oft nur theoretisch abgehandelten Themen wie Energie, fossile Brennstoffe, etc. in den direkten, eigenen Alltag ist kein Besucher der Ausstellung mehr geneigt zu sagen, die ganze Sache mit dem Smog, dem Ozonloch und der Umweltverschmutzung würde ihn nichts angehen, weil er ja ohnehin etwas dagegen tun könne.

Verräterische Karte
Am Eingang zur Ausstellung bekommt man eine kombinierte Eintritts- und Energiecard. Auf dieser wird der Energieverbrauch des Besuchers während des Ausstellungsrundganges gespeichert. Die Energie, die man etwa bei der Benützung der Computerterminals verbraucht, kann man zumindest teilweise durch Beinarbeit am Energiefahrrad wieder hereinbringen. Beim Verlassen der Ausstellung konfrontiert den Besucher dann ein entsprechender Computerausdruck schwarz auf weiß mit seinem Energieverbrauch während des Rundganges. Und da werden dann wohl einige große Augen machen. (kredo)

 
 
 nähere Informationen zur Landesausstellung...
 kontaktieren Sie uns...
 zurück zur hauptseite